SAAZOR – Wälzfrästechnik und PVD-Beschichtungen für höchste Ansprüche

Hochleistungs-Schälwälzfräser

Schälwälzfräser

Schälwälzfräser

Allgemeines

Hartmetallschälwälzfräser sind Werkzeuge zur Schlichtbearbeitung vorverzahnter, gehärteter bzw. vergüteter Verzahnungen im Bereich von 58 bis 64 HRc. Damit wird eine Erhöhung der Genauigkeit der beim Härten je nach Geometrie teilweise erheblich verzogenen Vorverzahnungen erreicht. Ob nun anschließend noch geschliffen oder gehont wird, kommt auf den Anwendungsfall an.
Von großem Vorteil ist, dass beim Schälwälzfräsen – entgegen dem Zahnflankenschleifen – in einem Durchgang bereits Rundlauffehler und Teilungsfehler größtenteils zu eliminieren sind. Der Schleifschruppvorgang lässt sich so bei entsprechenden Voraussetzungen wirtschaftlich durch das Schälwälzfräsen ersetzen. Das prägnante Merkmal an diesen Werkzeugen ist der negative Kopfspanwinkel. Je nach Modul und Anwendung beträgt er –16° bis –30°. Dieser ermöglicht einerseits einen schälenden Schnitt der Flanken, andererseits muss aber eine Bearbeitung der Radkopf- und Fußpartien ausgeschlossen werden. Daher ist zum Vorverzahnen ein Protuberanzwerkzeug notwendig, um ein Freilaufen des Schälwälzfräserkopfes zu gewährleisten. Ein „Überschneiden“ des Radkopfes durch den Schälwälzfräser muss vermieden werden; Schälwälzfräser mit Kantenbrecher sollten Ausnahmen bleiben.

Schnittbedinungen

Aufgrund des Druckanstiegs beim Anschneiden kommt nur das Gleichlauffräsen in Frage. Die Schnittgeschwindigkeit ist vom Modul und der Härte des Werkrades abhängig. Sie liegt zwischen 60 und 140 m/min beim Nassfräsen. Der Vorschub wird durch die geforderte Genauigkeit vorgegeben und bewegt sich zwischen 1 und 4 mm je Werkstückumdrehung.

Verschleiß

Der zulässige Verschleiß sollte als Schneidkantenverrundung je nach Einsatzfall zwischen 0,03 mm bis max. 0,1 mm betragen. Der maximal zulässige Verschleiß ist abhängig von der Spanstärke und äußert sich durch beginnende Abplatzungen. Zu geringe Vorschübe, ebenso wie zu geringes Zustellen, z.B. beim Maßsuchen, führen zu übermäßigem Verschleiß durch Ausplatzungen von der Schneidkante in die Spanfläche hinein.
Diese relativ großflächigen, aber dünnen Ausplatzungen entstehen durch zu hohen Druck von der Freifläche her.

Scharfschleifen

Der Erhalt der Schneidkantenfestigkeit ist die unabdingbare Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz. Es muss beim Scharfschleifen im Tiefschliff auf einen einwandfreien Zustand der Diamantschleifscheibe sowie der Kühlschmiermitteleinrichtung geachtet werden, sodass jede thermische Schädigung des relativ empfindlichen Hartmetalls vermieden wird. Weitere technische Details erhalten Sie auf Anfrage.